„Abschied aus der Ferne, Trauer in Zeiten von Corona, wie kann das gehen?“

Durch Corona und die Kontaktbeschränkungen die wir gerade einhalten, wird Trauer und Abschied oft erschwert. Was ist möglich wenn man den Verstorbene nicht mehr sehen kann? Gibt es trotzdem Formen Abschied zu nehmen? In dieser besonderen Sarggeschichte wollen wir Möglichkeiten zeigen, wie man sich verabschieden kann, wenn es nicht mehr geht, den Verstorbenen zu sehen.

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2 Gedanken zu „„Abschied aus der Ferne, Trauer in Zeiten von Corona, wie kann das gehen?““

  1. Sehr schönes Video, wie alle der Sarggeschichten! Danke!

    Als Trauerrednerin habe ich mir natürlich auch Gedanken gemacht, wie der Abschied trotz der Einschränkungen tröstlich und hilfreich für den Trauerweg gestaltet werden kann. Daher biete ich den Angehörigen an, dass wir die im Moment nur erlaubten „kleinen Beisetzungen“ im engsten Kreis trotzdem als eine vollwertige Feier machen, mit Musik, der Rede und einem kleinen Ritual. Die dauern dann kann normal ihre rund 45 Minuten und sind sehr feierlich. (Ih habe schon von kirchlichen Bestattungen gehört, bei denen nach 10 Minuten alles vorbei war und der Sohn ganz Allene am Grab seiner Mutter stand. Trauriger geht es ja kaum…)

    Die Erinnerungsfeier, wieder mit Musik, Rede, Ritualen, zu der dann auch alle kommen können, denen es jetzt durch die Einschränkungen verwehrt ist, wird dann später nachgeholt. Das ist mein „Corona-Paket“, da ich die zwei Feiern und Reden zum ganz normalen Preis anbiete. Damit alle Abschied nehmen und den Trauerweg gut weitergehen können, ohne dass jemand denken muss „Oh Gott, noch eine weitere Feier können wir uns nicht leisten…“. Dieses Angebot wird gerne angenommen und die Erleichterung der Angehörigen ist mit Händen greifbar. Und trotz der Trauer freuen sie sich richtig auf später. Oft wird dafür der Geburtstag des verstorbenen Menschen gewählt, denn das ist ja in der Trauer immer ein schwerer Tag. So kann man ihn dann mit vielen Freunden und schönen Erinnerungen ganz anders begehen als sonst.

    Wenn man in solchen Zeiten überhaupt von einem „Vorteil“ sprechen kann, so ist es der, dass man in der Wahl des Ortes für die spätere Erinnerungsfeier ja völlig frei ist, da keine Urne oder Sarg mehr dabei sind, die friedhofsbestattungspflichtig sind. Bei der großen Feier ist dann halt das Bild des verstorbenen Menschen dabei und alle können so feiern und gedenken, wie sie es brauchen. In einem Fall wird es bei meinem Kunden wohl ein Grillfest im Sommer werden, wie es die verstorbene Ehefrau so gerne gemacht hat. Das wird traurig und schön – wie Trauer eben auch so sein kann….

    Kommt gut durch die schwierigen Zeiten und bleibt dankbar für das Leben,
    liebe Grüße, Franziska

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    • Liebe Franziska,

      danke für deine Nachricht und den Einblick in deine Arbeit!
      Es scheint so, als würde die Krise die Menschen auch erfinderisch und großzügig machen.
      Das gibt Hoffnung, da es ja auch für Viele sehr schwer ist.

      Alles Gute für Dich und liebe Grüße Sarah

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